Mach mit: Mitglied werden 


 

Was ist das Kummernetz?

Kummernetz bietet eine kostenlose, technisch und organisatorisch weit ausgereifte Beratungsplattform im Internet an: eine Schnittstelle zwischen Menschen, die Hilfe suchen, und sozial engagierten Menschen, die helfen wollen. Durch die technischen Mittel und schnellen Kommunikationswege des Internets ist ein vielfältiges Angebot vernetzter Hilfe entstanden. Es ist einfach, niederschwellig und mit einem hohen Grad an Anonymität zu erreichen. Das Netz besteht aus 3 Säulen der Hilfe: 
 
Vernetzte Hilfe in jedem der 3 separaten Bereiche für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
3 Säulen
Begleitende Hilfe
Gegenseitige Hilfe
Selbsthilfe
Wie bekomme ich Hilfe? Kummer besprechen in persönlicher und diskreter Lebensbegleitung oder Seelsorge mit einer/m der derzeit 24 Team-Mitarbeiter/innen per Email oder Chat Kummer schildern und Meinungen anderer User/innen einholen in Foren, Chats und durch Kummer-Zeichnungen Therapie-Infos, TV-Tipps, Adressen und Links zur Selbsthilfe anschauen, Impulse aufnehmen (Texte und Fotos von Ulrich Schaffer, der das KN unterstützt)
Wie kann ich helfen? Als Begleiter/in in einem der Teams für Kinder, Jugendliche, Erwachsene im Bereich Lebensbegleitung oder Seelsorge mitarbeiten Öffentlich in den Foren oder privat per Email antworten, im Chat zuhören, Foren moderieren, Chats und Kummer-Zeichnungen administrieren TV-Tipps erstellen, Link-Vorschläge einreichen und auswählen, hilfreiche und informative Texte ausarbeiten

Laut Netradio vom 29.09.2001 ist Kummernetz „das größte deutschsprachige Internet-Seelsorge-Angebot“. Es hat täglich etwa 1.500 Besucher. Nach einem dpa-Artikel strömten im Mai 2001 sogar über 60.000 User/innen auf die KN-Seiten. 

Die Qualität des Kummernetzes

Wer die Seiten des KN besucht hat, kennt die Qualität, die durch überwiegend selbst erstellte Programme und die aktive Mitarbeit vieler Helfer/innen gewährleistet wird. Nach Prof. Dr. Sabine Bobert-Stützel (Kiel) trägt das KN dazu bei, die derzeitigen Standards der Internet-Seelsorge zu markieren. Wir sind weiterhin bemüht, die Angebotspalette zu verbessern. Einige Beispiele: 

  • Die per Email begleiteten Menschen (1.207 im Jahr 2001) erhalten bei Zustimmung einen Fragebogen zur Evaluierung der Begleitungskontakte. Eine erste Auswertung fand im Rahmen einer Diplomarbeit statt. 
  • Falls die Begleitungen einverstanden sind, werden anonymisierte Kontakte in einen Datenpool zur wissenschaftlichen Auswertung aufgenommen. 
  • Im übersichtlich gestalteten, von Moderator/innen betreuten Forum werden gefälschte Einträge durch ein Eintragsmarkensystem verhindert. Abonnent/innen erhalten Kummereinträge per Email und Pager. Im Jahr 2001 trugen 2.100 User/innen ihren Kummer ein und erhielten insgesamt 8.662 öffentliche Antworten. 
  • Der im Jahr 2001 um zahlreiche Hilfeseiten erweiterte Chatbereich enthält eine Pinnwand für Mitteilungen der Chatter/innen untereinander (insg. 2.333 angemeldete User am 07.01.02); Erwachsenen- und Jugend-Chat werden von Admins betreut. Im Jugend-Chat finden regelmäßig „offene Gespräche“ mit Begleiter/innen statt. User/innen können per Chat-Einladung Gespräche und anbieten. 
  • Der Galeriebereich wurde Anfang 2001 mit einem neuen Malprogramm ausgestattet. Im Jahr 2001 wurden insg. 478 Kummerzeichnungen eingetragen. 
  • User/innen können die betreute Link-Suchmaschine benutzen und hilfreiche Links vorschlagen. 
  • Lob, Kritik, Anregungen oder auch Probleme können mittels einer Feedback-Seite formuliert werden. Das schon lange bestehende Gästebuch wurde 2001 komfortabel ausgebaut.  
  • Auf der Grußkartenseite können auch musikalische Grüße versandt werden. 
Vorhaben für 2002
  • Im Rahmen einer Rubrik „Impulse“ wird Ulrich Schaffer hilfreiche Texte und Fotos veröffentlichen. 
  • Das KN möchte sich in einigen speziellen Themenbereichen profilieren und hierbei z.B. passende Informationsseiten erweitern, eigene Forenbereiche eröffnen, Themenchats anbieten, spezielle Fortbildungen für die Mitarbeiter/innen durchführen. 
  • Bis Ende 2002 möchte das Kummernetz auch vor Ort Fuß fassen. Gedacht ist an die Gründung von Regionalgruppen in Aachen/Köln, Würzburg und Reutlingen. 
  • Erweiterungen des Angebots und Umsetzung der sinnvollen Anregungen von User/innen (z.B. Einrichten einer Bücherecke) werden von der Zahl aktiver Mitarbeiter/innen abhängen. 
Die finanzielle Lage

Träger des Kummernetzes ist ein noch kleiner, gemeinnütziger Verein, der am 14.10.2000 gegründet wurde und am 01.01.2002 50 Mitglieder aufwies. Hinter dem Kummernetz stehen keine anderen Organisationen. Daher muss der Verein sich selbst und das umfangreiche Internet-Angebot tragen. Dies geschieht mit Hilfe von Mitgliedern und regelmäßigen Spender/innen (Pat/innen). 
Zurzeit können nur die wichtigsten Vereinsaufgaben geleistet werden. Dazu zählen die notwendigen Lizenzierungs- und Providerkosten (2001: 3713 €) sowie unvermeidliche Vereinskosten für Versicherungen, Bank, Amtsgericht, Rechtsanwalt, Notar etc. (2001: 1121 €). Ohne die sporadischen Spendeneinnahmen hätten die 50 Mitglieder einen Jahresbeitrag in Höhe von durchschnittlich 96 € zahlen müssen, um wenigstens diesen Grundbedarf zu decken (tatsächlich liegt der Schnitt bei knapp 44 €). 
Dieser Grundbedarf erhöht sich jedoch durch viele versteckte Kosten: Aktive Mitarbeiter/innen zahlen ihre Auslagen nämlich noch selbst; der gemietete Chat kann nur durch Unterstützung der Chatter/innen aufrecht erhalten werden; die umfangreichen Programmierleistungen wurden bislang kostenlos erbracht. 
 

Vergebliche Bemühungen

Der Verein hat sich im vergangenen Jahr bemüht, Fördergelder von dritter Seite zu erhalten. Die Anträge (z.B. beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend), Beteiligungen bei Wettbewerben (z.B. bei Innovatio, Startsocial) und Einzelanfragen (z.B. Telekom, SAP) blieben jedoch weitgehend erfolglos. Obwohl das KN sich im Zuge einer geplanten Regionalisierung bemühen wird, regionale Förderquellen zu erschließen, muss die Basis aus eigenen Kräften sichergestellt werden. 
 

Was kann passieren?

Gelingt es Kummernetz nicht, eine ausreichende finanzielle Basis zu schaffen, wird der Verein wieder zu einem Billigprovider zurückkehren müssen. Der hohe technische Komfort wird sich dann nicht halten lassen, Angebote mit hohem Traffic müssen reduziert werden. 
Was das bedeutet, ist vielen noch in Erinnerung: Pagermitteilungen über neue Foreneinträge kommen unzuverlässig, die Eintragsmarken lassen manchmal stundenlang auf sich warten, Seiten werden nicht oder mit großen Verzögerungen aufgebaut. 
 

Das bedeutet:

Das Kummernetz braucht eine kräftige Basis: 

  • mindestens 50 neue Mitglieder im Jahr 2002 und/oder 
  • Patinnen und Paten, die das KN regelmäßig finanziell unterstützen. 
Was kann ich tun?

Mit einer Mitgliedschaft stützt du das Kummernetz und damit auch die Angebote, die dir persönlich wichtig sind. Der Mindestbeitrag beträgt lediglich 52 € im Jahr. Der ermäßigte Beitrag (21 € pro Jahr) gilt nicht nur für sozial schwächer Gestellte, sondern auch für Ehe- und Lebenspartner von Mitgliedern. Für die Zukunft ist geplant, dass aktiv mitarbeitende Mitglieder ebenfalls nur den ermäßigten Beitrag zahlen müssen. 
Wenn du Mitgliedschaft mit „Vereinsmeierei“ verbindest, kannst du auch Patin oder Pate des Kummernetzes werden: In diesem Fall förderst du das KN mit einer regelmäßigen Spende (Dauerauftrag oder Lastschrift), die nicht weniger als 52 € pro Jahr betragen sollte (mehr Infos zur Patenschaft hier). Wenn du möchtest, wirst du auf unserer Sponsoren-Seite als Pate/in erwähnt.

Was habe ich davon?

Als Mitglied oder Pate/in hilfst du mit, eine sinnvolle, von vielen Tausend Menschen genutzte Beratungsplattform zu erhalten und auszubauen. Insbesondere stützt du damit jene Bereiche, die dir vielleicht selbst ans Herz gewachsen sind, und nimmst stärker als bisher an der familiären KN-Community teil: 

Mitglieder und Paten/innen

  • erhalten Zugang zu den nicht durch Schweigepflicht geschützten internen Seiten des KN, 
  • haben auf diese Weise die Möglichkeit, in alle aktuelle Vorhaben des KN Einblick zu nehmen, 
  • erhalten bei Veranstaltungen, die das KN (mit)organisiert, eine Ermäßigung von ca. 20% auf den Tagungspreis, 
  • können ihre Beiträge und Spenden steuerlich geltend machen. 

Mitglieder

  • erhalten bei Bedarf zusätzliche Mitgliederinformationen per Email, 
  • werden bei virtuellen Umfragen einbezogen,
  • können sich auf einer Mailingliste kennen lernen, austauschen, an Meinungsbildern mitwirken und sich an Ideenwerkstätten beteiligen, 
  • erhalten auf den internen Seiten Zugang zu einem Mitgliederbereich, in dem sie sich kreativ betätigen (Lyrikforum, Endlosgeschichte etc.) oder einfach austauschen (Mitgliederforum) können.
    Thanks to foreign and local partners...